Zeckenbisse vermeiden

Teek op de huidZecken leben nicht hoch in den Bäumen, sondern lauern im Gras, in Sträuchern, in der Heide und im Unterholz. Der erste Kontakt erfolgt daher in der Regel mit Fuß, Fußgelenk und Unterschenkel. Eine Zecke kann Borrelien in sich tragen, eine Bakterie, die die Lyme-Borreliose verursachen kann. Nach dem Biss einer infizierten Zecke kann nach einiger Zeit ein roter Kreis rund um die Bissstelle entstehen. Dieser rote Kreis (Erythema migrans) ist meistens das erste Zeichen für eine Lyme-Borreliose. Aber nur bei 40 – 60% der Fälle ist dieser Kreis sichtbar!
Es gibt das ganze Jahr über Zecken. Von März bis September sind sie jedoch am aktivsten: In dieser Zeit werden daher die meisten Zeckenbisse gemeldet. Geben Sie den Zecken keine Chance. Um einen Zeckenstich zu vermeiden, sollten Sie bedeckende Kleidung tragen und die Hosenbeine in die Socken stecken.

Wie kann ich einem Zeckenbiss vorbeugen?

Einem Zeckenbiss kann man nicht mit Hausmittelchen vorbeugen. Eine Zecke ist sehr stark und hartnäckig und kann noch lange überleben. Hier ist stärkeres Geschütz angesagt. DEET, ein starkes Mittel gegen Mücken und Zecken, schützt je nach Konzentration 3 bis 5 Stunden gegen Zecken. Hiervon wird die Zecke benebelt und kann sich nicht mehr auf der Haut festkrallen. Auβer den Produkten mit DEET hilft auch das Insektenschutzspray Natural, welches bis zu 6 Stunden gegen Zecken schützt.

Da die Zecke in niedrigen Sträuchern und Gräsern lebt, ist es wichtig, Ihre Füβe zu schützen. Tragen Sie Bugsox, die mit ihrer Imprägnierung die Zecken abwehren und stecken Sie die Hosenbeine in die Socken. So geschützt hat die Zecke keine Möglichkeit, den Körper weiter hoch zu laufen und sich irgendwo festzubeiβen.

Neben all diesen Hilfsmitteln gegen Zecken ist es auβerdem wichtig, sich nach einem Aufenthalt im Freien, trotz aller Vorsichtsmaβnahmen, nach Zecken abzusuchen. Halten Sie sich in einem Risikogebiet auf? Dann suchen Sie Ihren eigenen Körper und den Ihres Partners und Ihrer Kinder regelmäßig nach Zecken ab.

  • Geimpregneerde sokken tegen tekenbetenCare Plus DEET ist ein effektives Abwehrmittel, um Zeckenbissen vorzubeugen. DEET ist nicht gleich DEET, es gibt Unterschiede und nicht jedes Mittel mit DEET ist bewiesenermaβen wirksam gegen Zecken.
  • Spezielle imprägnierte Socken können Zecken von Ihrer Haut fernhalten.
  • Suchen Sie Ihren Körper regelmäβig nach Zecken ab.

Die Bedeutung einer Vorbeugung gegen Zeckenbisse

Warum ist es so wichtig, einem Zeckenbiss vorzubeugen? Die Lyme-Borreliose, die durch Zecken übertragen werden kann, kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, vor allem wenn zu viel Zeit zwischen dem Biss und einer Behandlung verstrichen ist. Vorbeugen ist besser als Heilen, und gerade weil ein Zeckenbiss schwer zu erkennen ist – er schmerzt nicht, er verursacht keine Schwellung oder Juckreiz – ist es wichtig, sich gar nicht erst beiβen zu lassen. Darüber hinaus ist die Krankheit Lyme-Borreliose schwer zu diagnostizieren, weil die Symptome je nach Person und Zeit sehr unterschiedlich sind. Auch sind viele Symptome den Symptomen anderer Krankheiten sehr ähnlich, wie z.B. der MS (Multiple Sklerose).

Die Lyme-Borreliose

Das bekannteste und gefährlichste von Zecken übertragene Bakterium ist das Bakterium Borrelia burgdorferi (ein Spirochät), das die Lyme-Borreliose hervorruft, eine Infektionskrankheit. Diese Krankheit kann langfristig schwerwiegende Gesundheitsbeschwerden verursachen. Sie wird übertragen von dem gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), eine Schildzecke, die in weiten Teilen Europas, in Asien und den Vereinigten Staten vorkommt. Zeigen sich bei Ihnen nach einem Zeckenbiss untenstehende Symptome, gehen Sie sofort zu einem Arzt!

Das Krankheitsbild einer Lyme-Borreliose
verläuft in drei Stadien

  1. In 35 bis 50% der Fälle entsteht innerhalb von drei Wochen an der Einstichstelle ein roter Ring auf der Haut (Erythema migrans). Die Stelle breitet sich langsam aus, wird in der Mitte heller und verschwindet schließlich wieder.
  2. In der zweiten Phase kommt es zu grippeartigen Erscheinungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen in Armen und Beinen. Auch diese Erscheinungen gehen von selbst vorüber.
  3. In der letzten Phase können, manchmal erst Monate später, Gelenkschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Erkrankungen des Nervensystems auftreten.

Kein Impfstoff

Gegen die Lyme-Borreliose gibt es keinen Impfstoff. Darum ist es äußerst wichtig, die Zecke schnellstmöglich – innerhalb von 8 Stunden – sicher zu entfernen und festzustellen, ob die Zecke ein potenzieller Überträger der Lyme-Borreliose war. Eine Behandlung ist dann am wirkungsvollsten, wenn diese sofort nach dem Feststellen des Zeckenstiches begonnen wird.

In Deutschland sind etwa 5 – 35% der Zecken Überträger von Borrelia-Bakterien, die eine Infektion verursachen können. Jährlich kommt es zu rund 80.000-100.000 Infektionen mit Lyme-Borreliose, eine Zahl, die steigt.